Industrie- und Regionalpolitik für die EU-Krisenländer - Re-Industrialisierung?

Von Hermann Bömer

30.03.2014 / www.alternative-wirtschaftspolitik.de, 27.03.2014

Einleitung

Unter dem Stichwort „Re-Industrialisierung“ wird verstärkt die Frage aufgeworfen, wie die nicht zuletzt durch langfristige Handels- und Leistungsbilanzungleichgewichte hervorgerufene Instabilität in der EU und speziell in der EWU mit den Strukturen und industriellen Potentialen in den Mitgliedsländern und Regionen zusammen hängt und durch eine intensive und neue Industrie- und Regionalpolitik teilweisereduziert werden kann. Ihr Ziel wäre, die allgemeine De-Industrialisierung der EU-Länder zu bekämpfen, die Re-Industrialisierung und die Exportfähigkeit der Krisenländer zu steigern und die Importe zu verringern (oder besser weniger schnell zu erhöhen alsdie Exporte). Es wird daher zunächst ein alternatives Leitbild der Industrie- und Regionalpolitik entwickelt (1), danach wird (2) der heutige Diskussionsstand über die neue Industriepolitik (Industrie-4.0) sowie die Re-Industrialisierung skizziert (3). Viertens wird der zeitgemäße Stand der Regionalstrukturanalyse („Dortmund Schule der Regionalanalyse“) vorgestellt, (5) das Beispiel Dortmunder Regionalstrukturanalyse empirisch präsentiert. Sodann wird (6) die Frage beantwortet, ob die Industrie-4.0.-Politik auch in den EU-Krisenländern entwickelt werden sollte. (7) soll der Vergleich der jeweiligen Wirtschaftsstrukturen der EU-Länder (DB-Research 2013) deutlich machen, wo ihre größten Schwächen und Stärken liegen. (8) wird der unter dem Eindruck der Austeritätspolitik jüngst vollzogene Systemwechsel der EU-Kohäsions- und Regionalfondspolitik in Richtung einer allgemeinen Spar- und Disziplinierungspolitik angerissen. (9) werden die verheerenden Konsequenzen der Troika-Politik „innere Abwertung“ statt Aufbau neuer Wirtschaftsstrukturen kritisiert.
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