Motivation und Werdegang

Nach vielen Berufsjahren als wissenschaftlich arbeitender Ökonom bin ich 2004 in die Politik gegangen, um mit viel Einsatz und guten Argumenten für eine gerechtere Wirtschaftsordnung zu kämpfen. Und auch heute noch bin ich mehr nüchtern argumentierender Wissenschaftler denn ein stimmungsmachender Politiker.

Meine finanz- und wirtschaftspolitischen Positionen sind seit meiner Studienzeit links-keynesianisch und marxistisch geprägt. Jörg Huffschmid brachte mich zur Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik („Memo-Gruppe“). Dort erarbeite ich seit fast 40 Jahren mit anderen ÖkonomInnen und GewerkschafterInnen wirtschaftspolitische Alternativen zum jährlichen Gutachten des marktliberalen Sachverständigenrats (den so genannten "Wirtschaftsweisen"). Zu meinem 60. Geburtstag widmete mir die Memorandum-Gruppe die Festschrift „Alternative Wirtschaftspolitik - Tro(o)st in Theorie und Praxis“. Dort, aber auch in diesen Leitlinien finden Sie die in mir über die Jahre gereiften Überzeugungen dargestellt.

Axel Troost bei Wind und Wetter

Die Empörung über den Sozialabbau brachte mich 2004 in die Politik. Über meine Wege in die WASG und in DIE LINKE habe ich hier berichtet, und warum mich mein Weg von Bremen nach Sachsen geführt hat hier.  Dabei bleibt die Erkenntnis "Links bedeutet auch, Spaß an Politik zu haben" ebenfalls richtig und wichtig.

Weil wir Konzepte für eine Politik "links der Mitte" brauchen, engagiere ich mich als Vorstandsmitglied des Institut Solidarische Moderne (ISM e.V.), einer Programmwerkstatt, die über Parteigrenzen hinweg konkrete und durchführbare politische Alternativen zum Neoliberalismus entwickelt.

Zudem bin ich langjähriges Mitglied u.a. bei  der IG Metall, dem globalisierungskritischen Bündnis Attac, dem Bund demokratischer WissenschaftlerInnen und im Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit e.V. sowie Mitinitiator zahlreicher bundesweiter arbeitsmarktpolitischer Initiativen.

 

Lebenslauf

Geboren am 1.9.1954 in Hagen/Westfalen
Beruf: Diplom-Volkswirt, Geschäftsführer. Verheiratet, 2 Kinder

  • Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Marburg., Promotion zum Themenbereich „Staatsverschuldung und Kreditinstitute“
  • Beruflich: seit 1981 zunächst ehrenamtlicher und später teilzeitbeschäftigter Geschäftsführer der „Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ (Memorandumgruppe). Seit 1984 geschäftsführender Gesellschafter der PIW Progress-Institut für Wirtschaftsforschung GmbH, Bremen/Teltow. Von 1990 bis 2001 Geschäftsführer der „Büro für Strukturforschung Rostock gGmbH (BÜSTRO), Rostock
  • WASG: 2004 Mitbegründer der „Wahlalternative“ und Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes des Vereins „Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit“. Von 2005 bis 2007 Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes der Partei „Arbeit und soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative“
  • Mandat & Fraktion: Seit Oktober 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages (16. Wahlperiode), Finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag , seit Oktober 2013 Sprecher der sächsischen Landesgruppe der Bundestagsabgeordneten DIE LINKE.
  • Partei: Seit Juni 2007 Mitglied im erweiterten Bundesvorstand der Partei DIE LINKE; seit Mai 2010 Mitglied des Bundesvorstandes und seit Juni 2012 einer der vier stellvertretenden Parteivorsitzenden.
  • Landesverbände: Von Oktober 2007 bis November 2008 Landesvorsitzender DIE LINKE. Bremen; dann von November 2009 bis 2011 Mitglied im Landesvorstand DIE LINKE. Sachsen; seit 2009 Direktkandidat im Wahlkreis 155 (Leipziger Land - Muldentalkreis) heute Wahlkreis 154 (Leipzig-Land)
  • Verwaltungsrat: seit Februar 2010 Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) [Tätigkeit im Rahmen des MdB-Mandats]
  • ISM: seit Juli 2010 Mitglied des Vorstandes des Instituts Solidarische Moderne (ISM)
Parteivorstand 2016

Publikationen:

Memo Gruppe
Mehrheit sucht Regierung