Scheitern auf Raten

Von Philip Mader

30.10.2013 / MaxPlanckForschung, Oktober 2013

Im Rahmen der internationalen Ausweitung von Finanzmärkten hatten Mikrokredite die Hoffnung geweckt, die Armut im „globalen Süden“ einzudämmen und Frauen zu emanzipieren. Doch leider ist keine positive Wirkung der Mikrofinanz nachzuweisen, im Gegenteil: Die Disziplinierung der Armen und die Abschöpfung von Mehrwert haben zugenommen. Zudem hat der Mikrofinanzsektor eine Reihe verheerender Krisen ausgelöst. Unser Autor erklärt, warum wir nicht mit mehr Schulden mehr soziale Gerechtigkeit schaffen werden.

"Insgesamt legt diese Analyse der Mikrofinanz nahe, dass Finanzmärkte die heute bestehende ungleiche Vermögensverteilung tendenziell verschlimmern – selbst dort, wo sie unter dem Vorzeichen der Armutsreduktion arbeiten. Soziale Gerechtigkeit durch Schul-den schaffen zu wollen erweist sich als ein kaum zu erfüllendes Versprechen und als äußerst mangelhaf-ter Ersatz für öffentliche Fürsorge oder umverteilende Entwicklungspolitik."
(S.17)

Den Text finden Sie im folgenden PDF-Dokument oder auf www.mpg.de

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