Steuervermeidung von Konzernen - Informationsbrief des Netzwerks Steuergerechtigkeit Deutschland

Markus Henn (WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung)

19.08.2013 / Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland, August 2013

Am 8. Dezember 2012 besetzten Aktivistinnen und Aktivisten in London Filialen der Café-Kette Starbucks. Der Vorwurf: der US-Konzern habe massiv Steuern in Großbritannien vermieden. Starbucks befindet sich damit in „guter“ Gesellschaft. Über die niedrige Steuerlast vieler transnationaler Konzerne (TNK) wird zurzeit heftig diskutiert. Das Netzwerk Steuergerechtigkeit hat dieses Problem insbesondere für die Länder des globalen Südens schon seit Langem hervorgehoben. Direkt nach der Finanzkrise hatte sich auch die internationale Politik dem Kampf gegen Steuerflucht und Steueroasen verschrieben. In jüngster Zeit – auch nachdem in den Medien vermehrt über die Steuervermeidungspraktiken von Konzernen berichtet wurde – wird im Bereich Unternehmensbesteuerung ernst gemacht. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Mitte Juli 2013 für die G20 einen Aktionsplan vorgelegt,1
der beim G20-Gipfel in Sankt Petersburg am 5./6. September endgültig verabschiedet werden soll. Allerdings könnten sich diese Pläne leicht als heiße Luft erweisen. Nicht zuletzt die angespannte Haushaltslage vieler Staaten macht jedoch ein Nachdenken darüber nötig, wie zusätzliche Staatseinnahmen zu generieren sind und wie Konzerne ihren gerechten Anteil dazu leisten können. Hier seien einige der Grundprobleme einer gerechten Unternehmensbesteuerung erläutert und die wichtigsten Lösungsvorschläge vorgestellt.

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Den ganzen Informationsbrief finden Sie im nachfolgenden PDF-Dokument

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