Gründungsveranstaltung des Landesforums Alternative Wirtschaftspolitik vom 13./14. August 2010 in Zwenkau/ Sachs.

Erklärung zur Gründungsveranstaltung vom 14. August 2010

15.08.2010

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landesforums Alternative Wirtschaftspolitik der Partei DIE LINKE. Sachsen erklären zur Gründungsveranstaltung:

Die wirtschaftspolitische Diskussion in unserer Partei ist so vielfältig wie unsere Partei selbst. Sie reicht von der Forderung eines viele Bedarfsbereiche umfassenden Zukunftsprogramms über die Umgestaltung der Wirtschaftsförderung, verschiedenste Grundeinkommenskonzepte bis zur Ver­staatlichung zentraler Wirtschaftsbereiche. Es gibt Ideen von der Mitarbeiterbeteiligung bis hin zu einem umfassenden Konzept der Wirtschaftsdemokratie.. Diese Meinungsvielfalt ist geprägt durch unterschiedliche Herkünfte und Erfahrungen vom Transformationsprozess der Volkswirtschaft im Osten und von veränderten Wirtschaftsstrukturen im Westen, insbesondere der daraus resultieren­den sozialen Auswirkungen.

Mit dem Landesforum „Alternative Wirtschaftspolitik“ will DIE LINKE in Sachsen die innerparteiliche Diskussion um wirtschaftspolitische Alternativen, die über den Kapitalismus hinausreichen sollen, befördern. Wir wollen unter Einbeziehung der unterschiedlichen Standpunkte, Zusammenschlüsse und Strömungen in einem transparenten und solidarischen Diskurs mit Gewerkschaften, sozialen Bewegungen, mit Ökonomen und Vertretern der Wirtschaft sowie unseren Parlamentariern in Kom­munalvertretungen, im Landtag und im Bundestag diese Alternativen erarbeiten und diskutieren.

Dieses Landesforum soll ein wirtschaftspolitisches Angebot zur Konstituierung eines links­alternativen Politikwechsels in Sachsen unterbreiten und zugleich einen wichtigen Beitrag zum Grundsatzprogramm der Partei leisten. Dabei sind für uns Wirtschaft, Arbeit, sozial-ökologischer Umbau und nachhaltige Landes- und Regionalentwicklung mit einander eng verbunden. Daraus er­geben sich für uns drei Schwerpunktpfade in unserer Arbeit: wirtschaftspolitische Alternativen zum Marktradikalismus, eine alternative Arbeitsmarktpolitik für mehr Beschäftigung und sozial­ökologische Umgestaltung in der Landesentwicklung. Diese breite Diskussion wollen wir in gebote­ner Gründlichkeit führen. Wir konzentrieren uns in der ersten Arbeitsphase auf eine andere Energie­politik für Sachsen als eine Säule für mehr Beschäftigung sowie auf die konkrete Erarbeitung eines Projektes aktiver Arbeitsmarktpolitik als Teil eines „Programms 100.000 Arbeitsplätze“ für Sachsen. Wir laden alle Interessierten ein mit uns zu diskutieren und eine alternative wirtschaftspolitische Konzeption zu entwerfen!

Das Landesforum Alternative Wirtschaftspolitik setzt seine Arbeit fort und bildet die ständigen Ar­beitsgruppen „Nachhaltige Landesentwicklung“, „Land und Kommunen“ und „Aktive Arbeitsmarkt­politik“.

Zwenkau am 14. August 2010

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