Der IWF verlangt nicht noch mehr Austerität von Griechenland

Von Maurice Obstfeld und Poul M. Thomsen

15.12.2016 / International Monetary Fund, 12.12.2016

Der IWF verlangt nicht noch mehr Austerität. Im Gegenteil. Wir warnten die griechische Regierung, als sie im Rahmen des ESM-Programms mit ihren europäischen Partnern vereinbarte, die griechische Volkswirtschaft bis 2018 auf Primärhaushaltersparnisse von 3,5 zu pushen. Unserer Auffassung nach würde dies zu einem Grad von Austerität führen, mit der die beginnende Erholung nur schwer Fuß fassen könnte. Wir projizierten, dass die Maßnahmen im ESM-Programm zu Ersparnissen von nur 1,5 Prozent des BIP führen würden, und sagten, dass dies für Unterstützung von unserer Seite ausreichend sei. Wir forderten keine weiteren Maßnahmen für höhere Ersparnisse. Entgegen unserem Rat vereinbarte die griechische Regierung jedoch mit den europäischen Institutionen, die Ausgaben vorübergehend noch weiter zu senken, wenn damit Haushaltsersparnisse von 3,5 Prozent des BIP herbeigeführt werden könnten.
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