Stange (Linksfraktion im sächsischen Landtag): Klare Absage an Lang-LKW muss Morlok wachrütteln – Sachsen sollte aus Feldversuch aussteigen und Schiene fördern

29.04.2011
MdL Enrico Stange,Sprecher für Landesentwicklung und Infrastruktur der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

Zu den Bemühungen der grün-roten Koalition in Baden-Württemberg, den Feldversuch von Lang-LKW zu stoppen, erklärt der Sprecher für Landesentwicklung und Infrastruktur der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Enrico Stange:

Nur noch sieben von sechzehn Bundesländern stehen hinter dem Feldversuch für Giga-Liner. Mit dem Ausstieg Nordrhein-Westfalens ist für Baden-Wüttemberg ein wichtiges Achsenland weg gebrochen. Die grün-rote Regierung des Landes hat die Ablehnung des Feldversuchs sogar in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen. Die Bedenken um die Sicherheit der Lang-LKW sind noch nicht aus dem Weg geräumt, die Auswirkungen auf den Straßenzustand unklar und die Argumentation der Emissionsverringerung vor dem Hintergrund der verstärkten Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße nicht haltbar.

Diese Entwicklungen sollten für den sächsischen Verkehrsminister Morlok Grund genug sein, seine Haltung zum Feldversuch umgehend zu überdenken. Ein Ausstieg ist sinnvoll, zumal die Aussagekraft des Pilotversuchs mit der schwindenden Zahl der Unterstützerländer stetig sinkt. Lang-LKW sind keine wirkliche Alternative, wenn nachhaltige Verkehrspolitik gestaltet werden soll. Sie erhöhen Unfallrisiken, sind Gift für die bereits stark geschädigte verkehrliche Straßeninfrastruktur im Freistaat, in den Landkreisen und Gemeinden. Nicht zuletzt schädigen sie Mensch und Umwelt, denn sie bereiten den Weg für mehr Gütertransport auf der Straße und somit für mehr Schadstoff- und Lärm-Emissionen.

Wollte Morlok sein Amt mit ernsthafter Verantwortung tragen, müsste er das Lang-Lkw-Projekt als Liebhaberei endlich beerdigen. Er hätte genug damit zu tun, den Ausbau des Schienengüterverkehrs zu betreiben und die Anbindung Sachsens an den Personen-Bahnfernverkehr dauerhaft zu sichern.

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