8. März - Internationaler Frauentag

Von Heike Werner und Holger Luedtke

07.03.2013 / www.dielinke-westsachsen.de, 07.03.2013

Der Internationale Frauentag, also der Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden jährt sich in diesem Jahr zum 102. Mal. Auch in Deutschland sind wir trotz formaler Gleichstellung im Grundgesetz, von der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern noch weit entfernt.

Dazu verweist Holger Luedtke, Kreisvorsitzender der LINKEN Westsachsen auf die harten Fakten für Sachsen:
„Der Anstieg der Beschäftigungsquote von Frauen in Sachsen resultiert vor allem daraus, dass der Anteil der prekären Arbeitsverhältnisse, besonders Minijobs, erheblich zugenommen hat. So sind mehr als vier Fünftel der in Teilzeit Beschäftigten Frauen. Typische Frauenberufe, so im Handel, Gaststättengewerbe oder Pflegebereich, in denen der Frauenanteil zwischen 80 und 90 Prozent beträgt, werden wesentlich geringer als Tätigkeiten im produzierenden Gewerbe bezahlt.
Von den 66.000 allein erziehenden Frauen mit Kindern unter 15 Jahren sind fast 60 Prozent auf ergänzende oder vollständige Hartz-IV-Leistungen angewiesen.
Altersarmut ist mehr und mehr vor allem weiblich. Schon heute erhalten Frauen im Durchschnitt monatlich 200 Euro weniger Rente als Männer. Gerade für Sachsen gilt: Je höher die Führungsebene in Wirtschaft und Gesellschaft, desto geringer der Frauenanteil.

Daraus ergeben sich Handlungsbedarfe insbesondere für Sachsen, so Heike Werner, MdL und Vorsitzende der Kreistagsfraktion DIE LINKE:
„Ein selbstbestimmtes Leben brauch die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Familienarbeit, gesellschaftliches und politisches Engagement für Frauen und Männer. Deshalb kämpfen wir für gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit aber auch die Möglichkeit der gerechteren Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit auf Männer und Frauen.

Dazu gehört auch die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, ggf. durch Einführung einer verbindlichen Frauenquote. Dringlich aber ist die Entwicklung eines Landeskonzeptes zur Überwindung von Armut, welches sowohl die konkreten Lebenslagen von älteren und allein erziehenden Frauen berücksichtigt als auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch qualitätsgerechte, bezahlbare und wohnortnahe Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder sichert.“

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