Ihnen ein frohes Fest - Der Verkäuferin einen guten Lohn

Von Axel Troost, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

08.12.2012 / 08.12.2012

Liebe Bürgerinnen und Bürge

Die Weihnachtszeit naht mit schnellen Schritten und mit ihr auch das emsige Besorgen der Geschenke für unsere Liebsten. Die Angestellten der Handelsunternehmen, die Verkäuferinnen und Verkäufer haben dabei bis Heiligabend alle Hände voll zu tun. Leider wird ihre Leistung aber nicht überall angemessen entlohnt. Lohndumping hat in Deutschland seit vielen Jahren Konjunktur. Stundenlöhne von 5 Euro und auch erheblich weniger sind dabei leider keine Seltenheit mehr.

Dieser Zustand ist einer reichen Gesellschaft unwürdig. Von Arbeit muss man leben können. Nur ein gesetzlicher allgemeiner Mindestlohn kann dem Lohndumping eine Grenze setzen, unter der nichts mehr erlaubt ist. Nur ein ausreichend hoher Mindestlohn kann Hungerlöhne, die nicht zum Leben reichen, verhindern. Wenn die Löhne wieder auf einem sicheren Fundament stehen, gehen auch die Einnahmeausfälle bei Steuern und Sozialversicherungen infolge Lohndumping und prekärer Arbeit zurück. Die Staatskassen werden von aufstockenden Sozialleistungen entlastet. Schließlich stärkt ein guter Lohn auch die allgemeine Kaufkraft.

In Sachsen liegt das Lohnniveau mehr als 17 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. DIE LINKE fordert einen Mindestlohn nach französischem Vorbild. Wir wollen mindestens 10 Euro als absolute Untergrenze, damit Arbeit nicht mehr arm macht.

Ich wünsche mir auch für die Verkäuferinnen und Verkäufer im Landkreis Leipzig einen armutsfesten Lohn. Damit auch sie und ihre Kinder und Enkel ein frohes Fest feiern können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Fest und maximale Erfolge beim Geschenkebummel.

Ihr Axel Troost

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