Zum Tode von Christa Wolf

Die große deutsche Schriftstellerin wurde 82 Jahre alt

03.12.2011

"Das Paradies kann sich rar machen. Das ist so seine Art."
Christa Wolf, Aus: Nachdenken über Christa T.

ND- Feuilleton:

Berlin (epd). Nach langer schwerer Krankheit ist die Schriftstellerin Christa Wolf am Donnerstag in einer Berliner Klinik gestorben. Sie wurde 82 Jahre alt. Wolf war die bekannteste Autorin der DDR. Zu den berühmtesten Werken der Erzählerin gehören »Nachdenken über Christa T.«, »Kindheitsmuster«, »Kassandra« und »Medea. Stimmen«. 1980 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Neben vielen anderen Würdigungen erhielt sie 2002 auch den Deutschen Bücherpreis und 2010 den Thomas Mann Preis. Im November 1989 gehörte Christa Wolf zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs »Für unser Land«. Sie betonte wiederholt, sie sei »keine Staatsschriftstellerin« gewesen. Auf die Frage, warum sie die DDR nicht wie andere Autoren verlassen habe, sagte Wolf stets, sie habe für sich keine wirklich sinnvolle Alternative zu einem Leben in der DDR gesehen.
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Die Jahrhundertfrau

Die Schriftstellerin Christa Wolf ist heute im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts geht damit noch einmal zu Ende

Die Romane von Christa Wolf sind ja keine Bücher im eigentlichen Sinne gewesen. Sie waren immer viel mehr. Waren Zeitmesser, Schnitte, Zäsuren, Endpunkt und Neubeginn zugleich. An ihnen lassen sich die Etappen der deutschen Nachkriegsgeschichte und die Etappen der Geschichte der DDR ablesen und festmachen, viel mehr noch als an historischen Daten. (...)

schreibt Jana Hensel im Freitag

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Weitere Würdigungen des Schaffens von Christa Wolf in den Medien

im Neuen Deutschland
in der Süddeutschen Zeitung
in der ZEIT

Beitrag der Tagesschau

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Zur Biographie auf Wikipedia

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