Schuldenschnitt für Griechenland – ein gefährlicher Irrweg für den Euroraum

25.06.2011 / Gustav Horn, Fabian Lindner und Torsten Niechoj, IMK Report Nr. 63

Die Stimmen für eine Umschuldung der griechischen Staatsschulden mehren sich. Die bisherigen Maßnahmen haben in den Augen vieler keinen Erfolg gebracht, zudem wird es als ungerecht angesehen, dass private Gläubiger nicht an den Schuldenlasten beteiligt werden. Um bewerten zu können, welche Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind, soll im Folgenden eine Bestandsaufnahme der aktuellen wirtschaftlichen Lage Griechenlands vorgenommen werden. Daran anschließend werden Maßnahmen zur Überwindung der Schuldenkrise, die auch eine Leistungsbilanzkrise ist, erörtert.

Im Ergebnis zeigt sich, dass die gegenwärtig praktizierte Strategie sukzessiver Hilfsprogramme in Kombination mit Austeritätsauflagen nicht zum Ziel einer Stabilisierung oder gar Reduzierung der Schuldenstandsquote führt. Noch gefährlicher als eine harte Konsolidierung wäre aber jede Form einer Umschuldung. Ein pauschaler Haircut würde die griechische Wirtschaft stark belasten und die Existenz des Euroraums in Frage stellen. Eine sanftere Form des Schuldenschnitts wie die Verlängerung der Rückzahlungsfristen bis hin zum freiwilligen Verzicht privater Gläubiger würde keine reale Entlastung bringen. In jedem Falle würde die Investition in alle Staatsanleihen des Euroraums mit höheren Risiken behaftet sein. Vor allem aber bestünde die Gefahr, dass die Anleger die Anleihen aller Krisenländer in massiver Weise abstoßen und so weitere Schuldenschnitte herausfordern. Daher wird im Folgenden ein Alternativprogramm vorgestellt, in dem es vor allem darum geht, die Zinsen auf einem Niveau zu halten, dass dem Staat die nötige Konsolidierung erlaubt, einen Schuldenschnitt verhindert und der griechischen Wirtschaft Spielraum für Wachstum lässt.

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