Vom Krisenherd zum Wunderwerk? Der deutsche Arbeitsmarkt im Wandel

IMK Report Nr. 56 | November 2010

03.11.2010 / Herausgeber: Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung

Das vergangene Jahrzehnt war für den Arbeitsmarkt in Deutschland turbulent. Nachdem lange Zeit dessen vermeintliche Rigiditäten für die zähe wirtschaftliche Stagnation nach der Jahrtausendwende und die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht worden waren, kam es in der größten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg anscheinend zu einem regelrechten Arbeitsmarktwunder: Die Beschäftigung ist in der Krise kaum gefallen und liegt mittlerweile sogar über Vorkrisenniveau, die Arbeitslosigkeit ist inzwischen auf dem niedrigsten Niveau seit der deutschen Vereinigung. Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Entwicklung? In welchem Zusammenhang steht sie mit der Arbeitsmarktderegulierung und der Lohnzurückhaltung der 2000er Jahre sowie mit der Ausrichtung der makroökonomischen Politik? Welche Lehren können aus den Erfahrungen des letzten Konjunkturzyklus für die Weiterentwicklung des deutschen Wachstums- und Arbeitsmarktmodells mit Blick auf den sich nun abzeichnenden Aufschwung gezogen werden?

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