Oskar Lafontaine: »Besuche bei Bankvorständen wären ergiebiger«

Linke-Chef Lafontaine zu Hausbesuchen bei Hartz-IV-Empfängern, neuem Denunziantentum - und warum die Bundesregierung als Hehlerin tätig ist.

07.06.2009

sueddeutsche.de: Herr Lafontaine, die Bundesagentur für Arbeit zieht im Kampf gegen Sozialschmarotzer alle Register. Hartz-IV-Empfänger sollen observiert werden, auch privates Sicherheitspersonal kann die Wohnzimmerschränke kontrollieren. Freuen Sie sich, dass die staatlichen Hilfen künftig nur noch bei den Menschen ankommen, die wirklich bedürftig sind?

Oskar Lafontaine: Das ist ein erstrebenswertes Ziel, aber die Weisung der Bundesagentur ist unverhältnismäßig. Derzeit geht es darum, ob überbezahlte Bankvorstände Milliardenbeträge veruntreut haben, doch sie werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Vor diesem Hintergrund hat man den Eindruck, dass die verschärften Regeln für Hartz-IV-Empfänger von den Riesen-Skandalen ablenken sollen, die die oberen Zehntausend zu verantworten haben.

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