Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen

UMWELTBUNDESAMT

22.08.2010 / Vorabdruck für die Bundespressekonferenz am 7. Juli 2010

Aus der Kurzzusammenfassung

"Um bis 2050 die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95% zu verringern, müssen wir als erstes die Stromversorgung umgestalten. Eine Schlüsselfunktion bei den Treibhausgasemissionen hat der Energiesektor, der derzeit für mehr als 80% der Emissionen1 in Deutschland verantwortlich ist. Die Stromerzeugung ist heute für über 40% der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich. Die Minderungspotentiale im Stromsektor sind besonders hoch: Mit einer effizienten Stromnutzung, rationellen Energieumwandlung und einer Energieversorgung, die vollständig auf erneuerbaren Energien beruht, ist es möglich, die Treibhausgasemissionen auf nahezu Null zu senken.
Eine vollständig auf erneuerbaren Energien beruhende Stromerzeugung im Jahr 2050 ist in Deutschland als hoch entwickeltes Industrieland mit heutigem Lebensstil, Konsum- und Verhaltensmuster technisch möglich. Dies zeigen die Ergebnisse der Simulation des Szenarios „Regionenverbund“ sowie Studien anderer Institutionen wie dem Sachverständigen Rat für Umweltfragen, der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung“ und Greenpeace.

Unser Ergebnis ist Teil eines Lösungsraums, wie eine solche Stromversorgung bis
2050 zu erreichen ist. Neben dem Szenario „Regionenverbund“ skizzieren wir die
beiden Szenarien International-Großtechnik und Lokal-Autark. Wir betrachten diese
bei weiteren Studien. Impulse für den Lösungsraum sind auch aus diesen Szenarien
zu erwarten.
Eine vollständig auf regenerativen Energien basierende Stromversorgung im Jahr 2050 ist auch ökonomisch vorteilhaft. Die Kosten sind geringer als die Kosten, die bei einem ungebremsten Klimawandel auf uns und künftige Generationen zukommen würden."

Publikationen:

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