Kinder, wie das Land vergeht ...

In der Fotoausstellung »Ostzeit« im Berliner Haus der Kulturen der Welt gibt es mehr zu entdecken als Schwarz-Weiß-Bilder von der DDR

23.08.2009 / Von Martin Hatzius, Neues Deutschland

Ostkreuz, ein Berliner S-Bahnhof, Baustelle in laufendem Betrieb. Neulich habe ich dort meine Familie in die Ring-Bahn gesetzt, Richtung Fernbahhof Südkreuz. Berufsverkehr, Menschengewimmel, drei flüchtige Küsse, das Abfahrtssignal, vier verstörte Kinderaugen, der ausfahrende Zug. Beim Verlassen des Bahnhofs entdeckte ich diese bunt bemalte Wand aus Mauersteinen, darauf das Wort »Abschied« und: »Wie hab ich das gefühlt, was Abschied heißt./ Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes/ grausames Etwas, das ein Schönverbundnes/ noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.« Rilke am Ostkreuz.

Martin Hatzius für das ND

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