Finanzinnovationen müssen aufmerksam verfolgt werden

Interview mit Axel Troost

30.01.2017 / der-bank-blog.de, 30.01.2017

"Unsere zentrale Analyse lautet, dass die Finanzindustrie im Verhältnis zur Realwirtschaft teilweise massiv überbordet, viel zu groß ist und mangels eines vernünftigen Geschäftsmodells – bzw. als gesellschaftlich unvernünftiges Geschäftsmodell – dabei viel zu viele Risiken eingeht. Gemeint ist das Kapitalmarktgeschäft auf eigene Rechnung und mit erheblichem Hebel. Da das Finanzsystem besonders anfällig für Vertrauensverluste ist, können die Fehler einzelner Finanzdienstleister schnell eine ganze Branche in Verruf bringen und dann zähneknirschend staatliche Unterstützung nötig machen, um einen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern. Unsere Forderung nach demokratischer Kontrolle und Vergesellschaftung (das meint deutlich mehr als nur Verstaatlichung) des Bankensektors leitet sich genau aus diesem Fehlanreizsystem ab, dass die Aktionäre profitorientierter Finanzunternehmen in den guten Jahren hohe Dividenden einfahren und in Krisenjahren die Kosten dem Staat und dem Gemeinwesen aufdrücken können."
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Das ganze Interview finden Sie auf www.der-bank-blog.de

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