DIE LINKE. im sächsischen Landtag: Ausstellung zu Lea Grundigs Werk „Im Tal des Todes“

„Im Tal des Todes – Radierungen zum Holocaust“ – Eröffnung von Lea-Grundig-Ausstellung in Räumen der Linksfraktion im sächsischen Landtag

06.11.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

des 70. Jahrestages der Pogrom-Nacht von 1938 gedenkt die Linksfraktion mit einer Ausstellung zu Lea Grundigs Werk „Im Tal des Todes“.

Zu sehen sind hochwertige Reproduktionen von 17 Tusch-Pinselzeichnungen, die in der Zeit um 1943 im Exil entstanden 1944 zunächst in Palästina und erneut 1947 in Dresden in Buchform publiziert wurden. Die meisten der 17 Blätter gelten heute als verschollen. Die Ausstellung erhellt somit einen kleinen, aber wichtigen Ausschnitt aus dem Gesamtschaffen von Lea Grundig, der 2010 eine Schau von Werken Lea Grundigs und ihres Ehemanns Hans Grundig im Landtag folgen soll.

Dass die Linksfraktion das in Vergessenheit geratene Werk Lea Grundigs an diesem Tag ehrt, ist kein Zufall. Lea Grundig hat – wie kaum eine andere deutsche Künstlerin – mit ihrem Wirken den Leidensweg der Juden in Deutschland und in Europa dokumentiert und kämpferisch begleitet. Als selbst von den Nationalsozialisten Verfolgte und Vertriebene schuf sie beeindruckende Bilder des Grauens, aber auch der Hoffnung.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 6. November 2008, um 16 Uhr in den Räumen der Linksfraktion im Sächsischen Landtag durch den Fraktionsvorsitzenden Dr. André Hahn eröffnet. Den Festvortrag hält der Leipziger Historiker Prof. Dr. Werner Bramke. Anschließend findet ein Rundgang durch die Ausstellung unter Führung von Dr. Maria Heiner statt, die sich als langjährige Freundin und Nachlassverwalterin mit großem Engagement um den Nachlass der Künstlerin kümmert. Danach besteht Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei einem kleinen Imbiss.

Über Ihr Kommen würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcel Braumann

- Pressesprecher -

Linksfraktion im sächsischen Landtag

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