Für einen Neuen Generationenvertrag

19.09.2008 / IG Metall

Vorwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Der Vorstand der IG Metall hat eine Initiative »Für einen neuen Generationenvertrag« und ein »5-Punkte-Programm« beschlossen.

Drei Gründe haben uns dazu veranlasst:

Erstens: Die Probleme im Bereich der Alterssicherung sind enorm. Die »Rentenreformen« der letzten Jahre werden das Versorgungsniveau drastisch senken. Die Mehrzahl der Betroffenen kann die entstehende Sicherungslücke weder über Privatvorsorge noch über Betriebsrenten schließen.

Zweitens macht uns die gegenwärtige rentenpolitische Debatte große Sorgen. Seit Jahren erleben wir, wie das Thema Rente dazu herhalten muss, die Generationen in Frontstellung zueinander zu bringen. Wir halten dies für unverantwortlich und wollen gegensteuern. Wir verstehen unsere Initiative als ein Projekt der Generationensolidarität.

Drittens wollen wir mit unserer Initiative neue Akzente setzen: Nicht allein die Verteidigung der bereits stark beschädigten sozialen Rentenversicherung, sondern ein umfassender Neuaufbau einer solidarischen, verlässlichen Alterssicherung ist notwendig.

Wir wollen den Sozialstaat erneuern!

Die IG Metall will mit ihrem 5-Punkte-Programm eine umfassende Debatte über die Zukunft der Alterssicherung anregen. Sie lädt Mitglieder und Funktionäre sowie Vertreter von Parteien, Sozialverbänden und Wissenschaft ein, sich hieran zu beteiligen. Gegen Ende des Jahres werden wir Bilanz ziehen, Einwände und ergänzende Vorschläge prüfen und unsere Konzeption konkretisieren; Anfang 2009 werden die Ergebnisse in einem »Rentenpolitischen Memorandum der IG Metall« zusammengefasst werden. Auf dieser Grundlage wird sich die IG Metall aktiv an der gesellschaftlichen Diskussion im Vorfeld der Bundestagswahl beteiligen.

Hans-Jürgen Urban
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

Im Nachgang stehen zwei Folder
"Für einen neuen Generationsvertrag" zum Herunterladen zur Verfügung.

Publikationen:

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