Vermögenskonzentration - und wie die Parteien ihr entgegentreten wollen

Bei der LINKEN würde der Gini-Koeffizient als Indikator für ungleiche Einkommensverteilung am meisten abnehmen

12.09.2021 / Aline Zucco und Anil Özerdogan

Insgesamt zeigt sich also ein sehr eindeutiges Gefälle zwischen den Parteien. Je nachdem, welche Parteien sich am 26. September durchsetzen und was sich im Anschluss bei den Koalitionsgesprächen ergibt, könnten die heutige Einkommens- und Vermögensungleichheit in den nächsten Jahren entweder deutlich zurückgehen oder deutlich steigen. Das belegen auch Berechnungen des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), denen zufolge eine Umsetzung der Wahlprogramme deutliche Effekte auf den Gini-Koeffizient der Einkommensverteilung haben würde: So würde der Gini-Koeffizient nach den Plänen der Linken um schätzungsweise 15 Prozent reduziert werden, und um 7 bzw. 4 Prozent, wenn die Grünen oder SPD ihre Ideen verwirklichen könnten. Steigen würde die Einkommensungleichheit hingegen um 2 Prozent mit der Union. Noch deutlicher ist dies bei FDP und AfD der Fall, bei deren Umsetzung ihrer Wahlprogramme mit einer Erhöhung des Gini-Koeffizienten von 3 bzw. 4 Prozent zu rechnen ist (Buhlmann et al. 2021).

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