Energie für die Stadt der Zukunft - Das Beispiel Bremen

Der Abschlußbericht des Bremer Energiebeirats von 1989

30.09.2019 / C.C. Noack, D. v.Ehrenstein, J. Franke (Hrsg.)

"Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat am 16. Juni 1986 im Rahmen seiner Beschlüsse zur Energiepolitik nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl einen Energiebeirat mit dem Auftrag eingesetzt, den Strombedarf im Lande Bremen erneut zu überprüfen und Vorschläge zu machen, die die Energieversorgung der Stadtgemeinde Bremerhaven und Bremen weitgehend unabhängig vom Strom aus Kernkraftwerken sicherstellen. …

Für Bremen hat der Bremer Energiebeirat mit seinen Untersuchungen erhebliche Möglichkeiten zur Reduktion der CO2-Emissionen identifiziert, ohne den weiteren Einsatz von Kernenergie-Strom im Land Bremen in Betracht ziehen zu müssen. In drei Szenarien des Bremer Energiebeirats (vgl. Kapitel C) wird bis zum Jahr 2010 eine CO2-Reduktion von mindestens 40% gegenüber dem status quo erreicht – im Szenario 4 “Forcierte Einspar- und Nah-/Fernwärmepolitik” sind es fast 50%. Wie aus den Untersuchungen zum Thema “Stadtwerke der Zukunft” (vgl. Abschnitt E 1) hervorgeht, könnten dabei – entgegen einer häufig geäußerten Befürchtung – die Erträge der Stadtwerke (und in ihrer Folge natürlich auch die Abführungen an die öffentlichen Haushalte) sogar noch ansteigen.

Durch das mit dieser Effizienzstrategie verbundene Investitionsprogramm und die Vermeidung von Kaufkraftabflüssen kann in der Stadt Bremen bei einer Realisierung von Szenario 4 eine durchschnittliche Erhöhung des Beschäftigungsstandes um etwa 1.800 Dauerarbeitsplätze über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten erreicht werden.“

(...)

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