18.10.2011 – Fraktion DIE LINKE
Der Bundestag wird sich in der laufenden Sitzungswoche mit
folgenden parlamentarischen Initiativen der Fraktion DIE LINKE.
beschäftigen:
Donnerstag, 20. Oktober 2011
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Top 26.b) Antrag: „Für eine gerechte und entwicklungsförderliche internationale Rohstoffpolitik“, Drs. 17/6153
DIE LINKE weist den Rohstoffimperialismus von EU und Bundesregierung
zurück und fordert, dass die Entwicklungsinteressen des Südens,
Menschenrechte sowie Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards in den
Mittelpunkt der Rohstoffpolitik gestellt werden und der Rohstoffumsatz
in Industrieländern reduziert wird.
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Top 4.a) 16 Anträge: Export von Kriegswaffen und sonstigen
Rüstungsgütern in den Spannungsraum Naher und Mittlerer Osten sowie die
Maghreb-Staaten, Drs. 17/5935 bis Drs. 17/5950
Die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung ist nur vordergründig
restriktiv. So beziehen z.B. die Staaten des Mittleren Osten und des
Maghrebs zum Teil seit Jahrzehnten Kriegswaffen und sonstige
Rüstungsgüter aus Deutschland. DIE LINKE fordert für jedes Land dieser
Region einen Stopp von Rüstungsexporten.
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Top 7.b) Antrag: „Bezahlte Pflegezeit einführen - Organisation der Pflege sicherstellen“, Drs. 17/1754
Nach wie vor werden Menschen allein gelassen, wenn Angehörige
pflegebedürftig werden. DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass die den
Pflegebedürftigen nahestehenden Personen die Pflege organisieren und
finanzieren können, z.B. durch die Einführung bezahlter Pflegezeiten
oder die Anhebung des Leistungsniveaus der Pflegeversicherung.
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Top 10.b) Antrag: „Hochschulpakt 2020: Für mehr Studienplätze und gute Arbeitsbedingungen – Hochschulen sozial öffnen“, Drs. 17/…
Im Wintersemester 2011/2012 droht ein erheblicher Mangel an
Studienplätzen. Dem von Bund und Ländern vereinbarten Hochschulpakt 2020
zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze fehlen bis zu 50.000 Plätze.
DIE LINKE fordert, den Pakt aufzustocken und endlich gute
Arbeitsbedingungen an den Hochschulen zu schaffen.
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Top 11.b) Antrag: „Keine großflächige Landnahme und Spekulationen mit Land oder Agrarproduktion in den Ländern des Südens“, Drs. 17/3541
DIE LINKE fordert mit diesem Antrag, Landinvestitionen an
Menschenrechts- und Partizipationsstandards zu binden, öffentliche
Absicherung und Unterstützung für großflächige Landkäufe und Pachten ab
30 Jahren auszuschließen und bi- sowie multilaterale Schutzstandards für
die lokale Bevölkerung festzusetzen.
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Top 11.d) Antrag: „Erkenntnisse des Weltagrarberichtes zur
Grundlage deutscher, europäischer und internationaler Agrar- und
Entwicklungspolitik machen“, Drs. 17/3542
DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, den Weltagrarbericht zu
unterschreiben, den Prozess zu unterstützen und ihn auch zu finanzieren.
Desweiteren ist der Bericht zur Grundlage für die internationale Agrar-
und Entwicklungspolitik zu machen.
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Top 14. Antrag: „Missbrauch von Werkverträgen verhindern - Lohndumping eindämmen“, Drs. 17/7220
Unternehmen nutzen Werkverträge als Alternative zur Leiharbeit. Der
zunehmende Missbrauch von Werkverträgen als Instrument für Lohndumping
muss eingedämmt werden. DIE LINKE setzt sich für eine Regulierung ein:
Auch bei Werkverträgen muss das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche
Arbeit“ gelten.
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Top 19. interfraktioneller Antrag der Fraktionen SPD, DIE
LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Investitionen in Antipersonenminen
und Streumunition gesetzlich verbieten und die steuerliche Förderung
beenden“, Drs. 17/…
Antipersonenminen und Streumunition sind grausame Waffen und die
überwiegende Zahl der Opfer sind ZivilistInnen, darunter vor allem
Kinder. Gefordert wird eine staatliche Regulierung, die Investitionen in
Unternehmen, die Antipersonenminen und Streumunition herstellen oder
entwickeln, ausschließt.
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Top 21.a) Antrag: „Tiertransporte verringern - Tierschutz verbessern“, Drs. 17/6913
DIE LINKE unterstützt Kampagnen zur Erhöhung der Bewegungsfreiheit von
Tieren bei Transporten. Für die Tiere ist es auch nicht maßgeblich, ob
sie innerhalb Deutschlands oder international transportiert werden.
Daher setzt sich die Linkfraktion auch für eine generelle zeitliche
Begrenzung von Tiertransporten ein.
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Top 23. Antrag: „Luft-Boden-Schießplatz Siegenburg schließen“, Drs. 17/5757
Die AnwohnerInnen des Schießplatzes Siegenburg sind einer massiven
Lärmbelästigung ausgesetzt. Bereits 2007 empfahl der Bundesrechnungshof
der Bundeswehr, die Mitfinanzierung und -nutzung des Schießplatzes
Siegenburg aufzugeben. DIE LINKE fordert, den Schießplatz daher
schnellstmöglich zu schließen.
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Top 25. Antrag: „Verbot der Einfuhr, des Handels und der
Verwendung von Steinprodukten, die durch ausbeuterische Kinderarbeit
hergestellt wurden“, Drs. 17/5803
Schätzungsweise sind weltweit über 165 Millionen Kinder von
ausbeuterischer Kinderarbeit betroffen. DIE LINKE fordert ein
Marktverbot für Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit und eine
effektive Kontrolle bei der Einhaltung menschenrechtlicher Standards.
Freitag, 21. Oktober 2011
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Zusatzpunkt: Entschließungsantrag zu der Abgabe einer
Regierungserklärung durch die Bundeskanzlerin „zum Europäischen Rat am
23.10.2011 in Brüssel und zum G 20-Gipfel am 3./4.11.2011 in Cannes“, Drs. 17/…
Die bisherigen Versuche die Eurokrise zu lösen waren nicht
erfolgreich. Im Gegenteil, sie haben die Krise noch verschärft. DIE
LINKE fordert u.a. die Krisenverursacher und Profiteure zur Kasse zu
bitten, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen und eine
Neustrukturierung des Bankensektors einzuleiten.
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Top 29.b) Antrag: „Gesundheit und Pflege solidarisch finanzieren“, Drs. 17/7197
DIE LINKE regt eine Neubeschäftigung mit der BürgerInnenversicherung
an, mit der Beitragssätze gesenkt und über Jahre stabil gehalten werden
können sowie eine Umverteilung zugunsten Beziehender niedriger und
mittlerer Einkommen erreicht werden kann. Zudem sind positive Effekte
für die Binnenwirtschaft zu erwarten.
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Top 29.b) Antrag: „Praxisgebühr und andere Zuzahlungen abschaffen - Patientinnen und Patienten entlasten“, Drs. 17/241
Durch die Praxisgebühr werden Menschen mit geringem Einkommen
finanziell überfordert. Zum Teil können sie notwendige Untersuchungen
und Behandlungen nicht in Anspruch nehmen. Deshalb will DIE LINKE diese
Zuzahlungen abschaffen.
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Top 30.b) Entwurf eines „Gesetzes zur Änderung der
Strafprozessordnung - Abschaffung der nichtindividualisierten
Funkzellenabfrage (§ 100g Absatz 2 Satz 2 StPO)“, Drs. 17/…
Über eine Million Mobilfunkdaten wurden vor und bei der Demo in
Dresden Anfang 2011 rechtswidrig erfasst und verarbeitet. Die
Linksfraktion fordert die Abschaffung der Funkzellenabfrage, die
regelmäßig gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verstößt
und die Versammlungsfreiheit negativ beeinflusst.