05.04.2011 – Fraktion DIE LINKE
Der Bundestag wird sich in der laufenden Sitzungswoche mit folgenden parlamentarischen Initiativen der Fraktion DIE LINKE beschäftigen:
Donnerstag, 7. April 2011
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Top 6.a) Antrag: „Einführung eines verpflichtenden Lobbyistenregisters“, Drs. 17/2096
Die Bundesregierung wird aufgefordert, einen Gesetzentwurf zur
Einführung eines verpflichtenden Lobbyistenregisters vorzulegen.
Lobbyisten sollen sanktionsbewehrt verpflichtet sein, sich in das
Register einzutragen. Aufwendungen für ihre Lobbyarbeit und deren
Nutznießerinnen und Nutznießer sind darin offenzulegen.
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Top 10.b) Antrag: „Telekommunikationsmarkt verbrauchergerecht regulieren“, Drs. 17/…
DIE LINKE sieht auf dem Telekommunikationsmarkt im Verbraucherschutz
großen Handlungsbedarf. Sie fordert unter anderen, kostenlose
Warteschleifen für alle Anrufe, einen Internet-Button gegen Abofallen im
Internet sowie gleiche Preise und Preisansagepflichten für Mobilfunk
und Festnetz.
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Top 14) Antrag: „Ergebnisoffene Prüfung der Fallpauschale in Krankenhäusern“, Drs. 17/5119
Die Verwendung der Mittel, die Qualität der Versorgung in den
Krankenhäusern und die Lage der dort Beschäftigten nach Einführung der
DRGs soll auf den Prüfstand. Die dargestellten Mängel des
Forschungsberichts 2010 machen deutlich, dass eine Ausschreibung der
Evaluation nicht zielführend ist. Ein unabhängiger, kontinuierlich
arbeitender Sachverständigenrat unter dem Dach des Bundesministeriums
für Gesundheit wäre in der Lage, schnellere und bessere Ergebnisse zu
präsentieren
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Top 20) Antrag: „Lehren aus dem Dioxin-Skandal ziehen – Ursachen bekämpfen“, Drs. 17/…
DIE LINKE fordert, die gesamte Lebensmittel- und Futtermittelkette auf
den Prüfstand zu stellen und strukturelle Defizite abzubauen. Die
Erzeugung des Essens muss vom Acker bis zum Teller nachvollzogen werden
können und nach einheitlichen und strengen Regeln überwacht werden.
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Top 22.) Antrag: „Ökosysteme schützen, Artenvielfalt erhalten – Kormoranmanagement einführen“, Drs. 17/…
Um die Artenvielfalt in den Gewässern sowie die Fischereiwirtschaft in
der Bundesrepublik zu erhalten, beantragt DIE LINKE, einen bundesweiten
Kormoranmanagementplan zu erarbeiten und umzusetzen. Der Managementplan
soll einen Ausgleich zwischen fischerei- und naturschutzpolitischen
Anliegen ermöglichen.
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Top 23.) Antrag: „Umfassende Entschädigung für Radarstrahlenopfer der Bundeswehr, der ehemaligen NVA und ziviler Einrichtungen“, Drs. 17/5233
Ehemalige Soldaten der Bundeswehr und der NVA führen ihre Krankheiten
auf die Arbeit an ungeschützten Radargeräten zurück. Der Antrag zielt
auf Anerkennung, Entschädigung und Versorgung radargeschädigter
ehemaliger Soldaten und fordert die Gleichbehandlung von Bundeswehr- und
NVA-Betroffenen.
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Top 24.) Antrag: „Abzug deutscher Polizisten aus Afghanistan“, Drs. 17/4879
Deutsche Polizisten sollen in Afghanistan die Polizei ausbilden. Der
Einsatz ist aus Sicht der Fraktion DIE LINKE gescheitert. Die dortige
Polizei ist weit eher Teil des Sicherheitsproblems als Teil der Lösung,
weil sie ein Machtinstrument in den Händen von Warlords und korrupten
Politikern ist. Deutsche Polizisten haben in einem Kriegsgebiet nichts
zu suchen und sollten sofort abgezogen werden.
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Top 25.) Antrag: „Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Angehörige der Bundespolizei“, Drs. 17/4682
Wir wollen, dass Bundespolizisten - nach dem mittlerweile
beschlossenen Berliner Vorbild - durch Namensschilder oder Nummerncodes
individuell identifizierbar sind. Dadurch werden Strafverfahren gegen
Polizisten, die im Dienst mutmaßlich Straftaten begangen haben,
erleichtert. Zugleich dient die Maßnahme der Transparenz und dem
Vertrauen der Bürger in die Polizei.
Freitag, 8. April 2011
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Top 26) Antrag: „Atomwaffen unverzüglich aus Deutschland abziehen“, Drs. 17/116
Die US-Atomwaffen müssen unverzüglich abgezogen und die nukleare
Teilhabe beendet werden. Dies wäre eine konkrete und leicht umsetzbare
abrüstungspolitische Maßnahme, die die Sicherheit in Europa erhöhen
würde.
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Top 26) Antrag: „Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages durch atomare Abrüstung stärken“, Drs. 17/886
Die anstehende Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags muss
gestärkt werden. Der Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland würde das
wichtige Signal an die Überprüfungskonferenz senden, dass Deutschland
bereit ist, ohne den nuklearen Schutzschirm zu leben und konkrete
Abrüstungsschritte zu gehen.
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Top 27.b) Antrag: „25 Jahre Tschernobyl – Atomkraftwerke abschalten“, Drs. 17/…
Zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl und angesichts
des Atomunfalls in Fukushima/Japan wird die Bundesregierung
aufgefordert, unverzüglich den Ausstieg aus der Atomenergienutzung zu
starten, den Handel mit Atomtechnologie und finanzielle Unterstützungen
für atom-ernergetische Projekte in anderen Staaten zu verbieten. Darüber
hinaus soll die Bundesregierung auf EU- und UN-Ebene auf einen globalen
Ausstieg aus der Atomenergie und auf ein generelles Verbot von
Atomwaffen hinwirken.
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Top 30) Gesetzentwurf zur „Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung“, Drs. 17/1412
Die Vorgaben der UN-Konvention gegen Korruption, die die Korruption
von Mitgliedern von Legislativorganen und kommunalen Volksvertretungen
betreffen, werden in der Bundesrepublik Deutschland in innerstaatliches
Recht umgesetzt. § 108e StGB und der neueingeführte § 108f StGB werden
so gefasst, dass Vorteile für alle Handlungen und Unterlassungen, die im
Zusammenhang mit der Wahrnehmung des Mandats erfolgen, vom Tatbestand
erfasst und auch Drittzuwendungen einbezogen werden.