Linksfraktion im Deutschen Bundestag
Mittwoch, 10.November 2010
Aktuelle Stunde der Fraktion DIE LINKE zum Thema
„Zehntausendfacher CASTOR-Protest – Atompolitik der Bundesregierung ohne Rückhalt in der Bevölkerung“ beantragt
Donnerstag, 11. November 2010
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Top 3: 2 Entschließungsanträge zur vereinbarten Debatte „zum neuen strategischen Konzept der Nato“ Drs. 17/…
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Top 4b): Antrag „Beschäftigungsrechte bei Übernahmen und Fusionen stärken“ Drs. 17/3540
Anknüpfend an die aktuelle Auseinandersetzung um eine feindliche
Übernahme von Hochtief wird die Einführung verbindlicher
Beteiligungsrechte für Betriebsräte und Gewerkschaften bei Übernahmen
und Fusionen börsennotierter Unternehmen und anschließenden
Unternehmensentscheidungen gefordert.
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Top 5 b): Antrag „Verpflichtung zur Registrierung aller klinischen Studien und zur Veröffentlichung aller Studienergebnisse einführen“ Drs. 17/893
Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, sich auf europäischer und
nationaler Ebene für gesetzliche Regelungen zu Registrierung und
Veröffentlichung klinischer Studien einzusetzen. Dies ist notwendig,
weil durch den Einfluss der Pharmaindustrie eine Verzerrung in der
Publikation von Ergebnissen dieser Studien nachweisbar ist.
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Top 5 b): Antrag „Unabhängige Patientenberatung in Regelangebot überführen “ Drs.17/2322
Die Modellprojektphase der „Unabhängigen Patientenberatung Deutschland
/ UPD“ läuft zum Jahresende aus. Darum ist die UPD umgehend in ein
Regelangebot auf sicherer Finanzgrundlage zu überführen, damit
bestehende Miet- und Arbeitsverträge verlängert werden können.
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Top 5 b): Antrag „Für ein modernes Preisbildungssystem bei Arzneimitteln“ Drs. 17/2324
Der Antrag enthält ein Konzept für eine nutzenorientierte Preisbildung
bei Arzneimitteln. Wir fordern ein Preisbildungssystem, das sich
maßgeblich am nachgewiesenen Nutzen für Patientinnen und Patienten
orientiert.
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Top 6: Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Sechsten Buches
Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze
(RV-Altersgrenzenanpassungs-Aussetzungsgesetz – RV-AgAG) - Rente ab 67 - Drs. 17/3546
Die Überprüfung der Arbeitsmarktlage sowie der wirtschaftlichen und
sozialen Lage Älterer macht deutlich, dass die Anhebung der
Altersgrenzen im Rentenrecht und der Beamtenversorgung nicht vertretbar
ist. Eine Verschiebung um vier Jahre ermöglicht eine erneute Überprüfung
der Situation im Jahr 2014. Dies ermöglicht allen Beteiligten, erneut
über die Regelung nachzudenken und die Anhebung der Altersgrenzen erneut
zu überprüfen.
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Top 7 b): Antrag „Klimaschutz im Verkehr braucht mehr als Elektroautos“ Drs. 17/2022
Mit dem Antrag soll der Vernebelungstaktik der Koalition beim
Klimaschutz im Verkehr etwas entgegengesetzt werden. Denn die Koalition
erweckt den Eindruck, E-Autos würden das Klimaproblem lösen - das tun
sie aber nicht. Vor 2030 werden sie voraussichtlich gar keinen positiven
Nutzen fürs Klima haben. Deshalb sprechen wir uns für mehr Forschung
aus - aber gegen alle Marktanreizprogramme, die wären völlig verfrüht.
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Top 11 b): Antrag „ Durch einen humanitären Akt Frieden befördern - Gilad Shalit freilassen“ Drs. 17/3431
Die Freilassung von Gilad Shalit ist allein schon aus humanitären
Gründen geboten und soll vom Bundestag gegenüber der Hamas eingefordert
werden. Darüber hinaus könnte die Freilassung vertrauensbildende und den
Verlauf der Friedensgespräche positiv beeinflussende Wirkungen haben
und ggf. die Bereitschaft Israels zur Freilassung gefangener
Palästinenser fördern.
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Top 13 b): Antrag „60 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention – Menschenrechte stärken, schützen und durchsetzen“ Drs. 17/…
Der Antrag würdig zu ihrem sechzigsten Jahrestag die Europäische
Menschenrechtskonvention. Gleichzeitig kritisiert er die mangelnde
Anwendung in manchen Teilbereichen, wie z.B. der Abschiebepraxis. Er
fordert unter anderem die Ratifizierung aller Zusatzprotokolle.
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Top 14): Antrag „Widerstand von Kommunistinnen und Kommunisten gegen das NS-Regime anerkennen“ Drs. 17/2201
Im Zuge des KPD-Verbots in der Bundesrepublik wurden zahlreichen
Kommunistinnen und Kommunisten Wiedergutmachungsleistungen nach dem
Bundesentschädigungsgesetz (BEG) aberkannt oder generell verweigert. DIE
LINKE fordert die Rehabilitierung der damals von den BEG-Leistungen
ausgeschlossenen und die Anerkennung ihres Beitrages im Rahmen des
Widerstands gegen das NS-Regime.
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Top 21 b): Antrag „Energienetze in die öffentliche Hand –
Kommunalisierung der Energieversorgung erleichtern – Transparenz und
demokratische Kontrolle stärken“ Drs. 17/…
Eine sozial-ökologische Energiewende wird es nur geben, wenn die
Energiekonzerne entmachtet werden. Dazu fordern wir die Überführung der
Energienetze in die öffentliche Hand und die Erleichterung der
Re-Kommunalisierung der Energieversorgung.
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Top 23): Antrag „Beziehung der Europäischen Union mit Afrika solidarisch und gerecht gestalten“ Drs. 17/…
Anlässlich des EU-Afrika-Gipfels Ende November in Libyen fordert die
Fraktion DIE LINKE eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen
Afrikapolitik. DIE LINKE fordert, die sozialen Herausforderungen und
Entwicklungsbedürfnisse der afrikanischen Partner und nicht die eigenen
wirtschaftlichen und strategischen Interessen in den Mittelpunkt der
Beziehungen zu stellen und fordert eine humane Flüchtlings- und
Migrationspolitik.
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Top 27): Antrag „Kulturelle Einrichtungen vor Folgeschäden aus der Frequenzversteigerung der digitalen Dividende bewahren“ Drs. 17/2416
Die letzte Frequenzversteigerung (aus der sog. Digitalen Dividende)
hat dazu geführt, dass viele Kultureinrichtungen, insbesondere auch
Theater ihre Funkmikrofone nicht mehr nutzen können. Durch den Antrag
soll sichergestellt werden, dass diese Einrichtungen ihre Umrüstkosten
vollständig ersetzt bekommen.
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Top 28 b): Antrag „Mittel des Nationalen Stipendienprogramms für eine Erhöhung des BAföG nutzen“ Drs. 17/2427
Am 25. Juni 2010 wurde eine Beschlussempfehlung des Finanz- sowie des
Kulturausschusses des Bundesrates bekannt, wonach das geplante Nationale
Stipendienprogramm der Bundesregierung durch den Bundesrat am 9. Juli
2010 abgelehnt werden soll. Wir wollen noch vor der endgültigen
Entscheidung des Bundesrates ein öffentliches Statement setzen und
unsere ablehnende Haltung zum Programm bekräftigen. Eine Erhöhung des
BAföG ist hingegen sozial- und bildungspolitisch sinnvoll.
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Top 29): Antrag „Erkenntnisse des Weltagrarberichtes zur
Grundlage deutscher, europäischer und internationaler Agrar- und
Entwicklungspolitik machen“ Drs. 17/3542
Die Bundesregierung muss den Weltagrarbericht (WAB) unterschreiben,
den Prozess unterstützen und teilweise finanzieren. Es gilt, den
Weltagrarbericht als Grundlage für Agrar- und Entwicklungspolitik zu
nehmen.
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Top 31): Antrag „Extraprofite von Atom- und Kohlekraftwerksbetreibern abschöpfen“ Drs. 17/…
Die Energieversorgungsunternehmen profitieren aus den Preiseffekten
des Emissionshandelssystems zu Lasten der VerbraucherInnen bzw. der
öffentlichen Haushalte. Sie erzielen leistungslos Sondergewinne
(windfall profits) in Milliardenhöhe. Der Antrag hat das Ziel, diese
Extraprofite abzuschöpfen.
Freitag, 12.11.10
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Top 32 a): Entschließungsantrag zum Entwurf eines Gesetzes zur
nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV-Finanzierungsgesetz – GKV-FinG)“ Drs. 17/…
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Top 32 b): Antrag „Solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung in Gesundheit und Pflege einführen“ Drs. 17/1238
Die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung haben sich bewährt.
Die sog. Reformen der letzten Bundesregierungen haben allerdings
deutliche Spuren hinterlassen. Immer mehr Kosten werden auf die
Versicherten abgewälzt. DIE LINKE fordert daher die Einführung einer
solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung in Gesundheit und
Pflege.
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Top 33): Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Einführung der dreistufigen Volksgesetzgebung in das Grundgesetz)“ Drs. 17/1199
Es ist und bleibt Aufgabe von Politik, Betroffene zu Beteiligten zu
machen. Bürgerinnen und Bürgern treten mittels direkter Einflussnahme
auf politische Entscheidungen aus der sogenannten Zuschauerdemokratie
heraus. Sie werden zu Subjekten demokratischer Willensbildung. Dies
stärkt nicht nur die Demokratie, sondern auch die Menschenwürde.
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Top 35): Antrag „Entgeltgleichheit zwischen den Geschlechtern wirksam durchsetzen“ Drs. 17/891
Der Antrag verfolgt das Ziel, die ungleiche Entlohnung von Frauen
gegenüber Männern aufzuheben. Die Tarifparteien sollen verbindlich daran
mitwirken, dass Frauen das gleiche Entgelt bei gleichwertiger Arbeit
erhalten. Insbesondere die Einführung des Mindestlohns würde zu mehr
Geschlechtergerechtigkeit führen, da der Niedriglohnsektor überwiegend
weiblich ist.
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Top 36): Antrag „Krebserregende Stoffe in Kinderspielzeugen durch Sofortmaßnahmen ausschließen“ Drs. 17/1563
Die EU-Spielzeugrichtline schützt Kinder nicht vor krebserregenden
Stoffen in Spielzeugen, da die Grenzwerte zu lasch sind. Das Bundesamt
für Risikobewertung hat festgestellt, dass die Schwelle der
Unbedenklichkeit um das 1 000 bis 16 000-fache überschritten wird. Die
Bundesregierung muss daher unverzüglich nationalstaatliche Maßnahmen zum
Schutz der Kinder durchsetzen.