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Regionalbüros
Büro Bremen (16. Wahlperiode)
Aus Bremen berichtet
Klaus-Rainer Rupp
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„Sie ziehen es also durch“, kommentiert Klaus-Rainer Rupp,
haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen
Bürgerschaft, die aktuellen Sparpläne des Senats für die kommenden
Jahre. „Im Land Bremen arbeiten etwa 13.500 Beschäftigte im
öffentlichen Dienst. Etwa 5.000 von ihnen sind LehrerInnen, etwa 2.500
sind PolizistInnen und nochmal 2.500 arbeiten in den Kindergärten. Wenn
die von dem geplanten Abbau von 950 Stellen ausgenommen sind, dann
heißt das, dass in den übrigen Bereichen mit derzeit insgesamt 4.500
Stellen jede fünfte künftig wegfällt. Das ist überhaupt nicht zu
machen.“
Laut Rupp läuft es letztlich wohl auf eine
Verlagerung hinaus: „Arbeiten, die im öffentlichen Dienst nicht mehr
bewältigt werden können, werden ausgelagert und privatisiert – zu
billigen Preisen und niedrigeren Löhnen.“ So sei im Bereich der Schulen
bereits eine erhebliche Anzahl prekär Beschäftigte tätig, außerhalb des
Staatsdienstes. „Das ist der Ausstieg aus der Tarifgemeinschaft auf
kaltem Weg“, so Rupp.
Durch den geplanten Stellenabbau
würden mehr Arbeitsplätze vernichtet, als derzeit über öffentlich
geförderte Beschäftigung geschaffen werden. Hinzu kommt der anhaltende
Stellenabbau an den öffentlichen Kliniken.
„Wenn die
sozialen und ökonomischen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung erfüllt
werden sollen, dann brauchen wir nicht weniger Personal im öffentlichen
Dienst, sondern mehr“, ergänzt Rupp. „Das Sparprogramm des Senats für
das ‚Jahr Eins‘ der Schuldenbremse plant genau das, was DIE LINKE
vorhergesagt hat: Stellenabbau, Sozialabbau, Privatisierung.“
Investitionsstopp, Verkauf öffentlicher Grundstücke und Gebäude sowie
die Deckelung der Sozialausgaben sollen laut Senat den Sparplan 2011
absichern. „Dabei treibt allein die neue Niedriglohngruppe im
Hafenbereich, die auf Druck der landeseigenen BLG durchgesetzt wurde,
einen erheblichen Teil der Beschäftigten in den Bezug aufstockender
Sozialhilfen. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die
Schuldenbremse wird erst den sozialen Kahlschlag erzeugen. Anschließend
eskalieren die Schulden trotzdem - weil man von einem kaputten
Gemeinwesen keine Steuern mehr eintreiben kann.“