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Arbeits- und Arbeitsmarktpolitik
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Die Praxis von Schlecker hat ein besonderes Geschmäckle. Denn die CGZP wurde vom Arbeitsgericht und vom Landesarbeitsgericht Berlin für tarifunfähig erklärt. »Wenn das Urteil rechtskräftig ist, hat es Konsequenzen für mindestens 200.000 Beschäftigte in der Leiharbeit«, erläutert die Berliner Arbeitssenatorin Carola Bluhm (DIE LINKE). »Sie könnten rückwirkend Ansprüche für die entgangenen Löhne geltend machen.«
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Inzwischen haben zahlreiche Firmen eigene Leiharbeitsfirmen gegründet. Während Leiharbeit von der Bundesregierung noch als Jobwunder gepriesen wird, erweist sie sich für die meisten Beschäftigten als Lohndrückerei. Die betroffenen Beschäftigten bezahlen dafür mit niedrigen Löhnen und Altersarmut. Schon heute sind über 164.000 Beschäftigte im Einzelhandel gezwungen, ihr niedriges Gehalt aufzustocken. Monatlich werden in Deutschland insgesamt über 700 Millionen Euro für aufstockendes Arbeitslosengeld II gezahlt.
DIE LINKE fordert, Leiharbeit strikt zu begrenzen. Der Grundsatz »Gleicher Lohn für gleiche Arbeit« muss uneingeschränkt gelten. Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter dürfen nicht zu Beschäftigten zweiter Klasse gemacht werden.
Die Proteste von Beschäftigten, von ver.di und LINKEN wirken! Schlecker hat Anfang Januar angekündigt, keine neuen Leiharbeiter/innen einzustellen. Für die Beschäftigten ein kleiner Erfolg, aber immer noch sollen sie auf Urlaub, Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten. Unklar bleibt: Was passiert mit den schon eingestellten Meniar-Beschäftigten? Und will Schlecker künftig weiter einfach eine andere Leiharbeitsfirma nutzen? Ver.di bliebt aktiv. »Beschäftigte und ver.di wehren sich zu Recht. Auch 2010 werden wir im Kampf gegen Lohndumping nicht locker lassen. Die Beschäftigten können uns an ihrer Seite wissen«, sichert Vize-Parteivorsitzender Klaus Ernst die Unterstützung der LINKEN zu.
Der Parteivorstand bittet die Landes- und Kreisverbände, aktiv zu werden. In seiner Sitzung am 12. Dezember 2009 beschloss er Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit sowie unterstützende Angebote für die Parteigliederungen. Zur Unterstützung für Aktionen können sich Interessierte zum Beispiel ein Paket für Aktionen zuschicken lassen (eMail an klaus.ernst@bundestag.de senden).
Wer ist Anton Schlecker?