Linksfraktion
Mittwoch, 27. Januar 2010
Top 2:
Entschließungsantrag zur Abgabe einer
Regierungserklärung durch die Bundeskanzlerin zur internationalen
Afghanistan-Konferenz am 28. Januar 2010 in London Drs. 17/…
Donnerstag, 28. Januar 2010
- Top 4 a): Antrag „Zukunftsprogramm für 2 Mio. Arbeitsplätze“ Drs. 17/470
Die Wirtschaftskrise wird 2010 voll auf den Arbeitsmarkt durchschlagen.
Die Bundestagsfraktion DIE LINKE. fordert deshalb von der
Bundesregierung ein Zukunftsprogramm mit folgenden Schwerpunkten: 50
Mrd. jährlich für den Ausbau sozialer Dienstleistungen. 50 Mrd. Euro
jährlich für öffentliche Investitionen in Bildung, Erneuerbare Energien
und ökologische Verkehrssysteme. 25 Mrd. Euro jährlich für einen
Zukunftsfonds zur sozial-ökologischen Erneuerung der Industrie.
- Top 5 a): Antrag „Lohndumping verhindern - Leiharbeit begrenzen“ Drs. 17/426
Die Fraktion DIE LINKE setzt sich dafür ein, die Leiharbeit strikt zu
begrenzen und Lohndumping zu verhindern. Wir fordern daher, dass das
Prinzip "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ohne jegliche Ausnahme gilt.
Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter dürfen nicht schlechter bezahlt
werden als Festangestellte. Gleichzeitig wollen wir die Dauer, für die
Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter verliehen werden dürfen, wieder auf
drei Monate begrenzen und die Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte
verbessern.
- Top 10 b): Entwurf eines Gesetzes zur Abschaffung des Progressionsvorbehalts für Kurzarbeitergeld Drs. 17/255
Die Beschäftigten haben bereits durch die Kurzarbeit empfindliche
Lohneinbußen hinzunehmen. Es muss verhindert werden, dass sie durch
Steuernachzahlungen aufgrund des Progressionsvorbehalts noch einmal zur
Finanzierung der Krise herangezogen werden. Auf diese Problematik hat
insbesondere auch die IG Metall hingewiesen und unterstützt unsere
Forderung.
- Top 12: Antrag „Verbesserung der Rentenanwartschaften von Langzeiterwerbslosen“ Drs. 17/256
Die Alterssicherung bei (Langzeit-)Arbeitslosigkeit ist durch die
letzten Regierungen massiv beeinträchigt worden. Für ein Jahr Hartz
IV-Bezug bekommen Betroffene nur noch einen minimalen Rentenanspruch
mit einem derzeitigen Wert von etwas mehr als 2 Euro. Altersarmut ist
damit bei Hartz IV-Beziehenden vorprogrammiert. DIE LINKE fordert daher
eine deutliche Anhebung der Rentenbeiträge für Hartz IV- Beziehende.
- Top 15 b): Antrag „Abschiebungen nach Syrien stoppen, Abschiebeabkommen aufkündigen“ Drs. 17/237
Die vorherige Bundesregierung hat mit der Arabischen Republik Syrien
ein so genanntes "Rückübernahmeabkommen" geschlossen. Damit wird die
Abschiebung von Personen aus Syrien erleichtert, die in Deutschland
ausreisepflichtig sind, zum Beispiel als abgelehnte Asylbewerber. Schon
die letzte Fraktion hatte dieses Abkommen deutlich kritisiert. Nachdem
die ersten Abschiebungen vollzogen wurden, gab es unmittelbar Berichte
über Festnahmen und Verschleppungen der Abgeschobenen.
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Freitag, 29. Januar 2010
- Top 18 b): Antrag „Versicherte in der Krise schützen –
Finanzsituation der Gesetzlichen Krankenversicherung und der
Bundesagentur für Arbeit entschärfen“ Drs. 17/495
Den Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) drohen
aufgrund eines Defizits von ca. 7,9 Milliarden Euro in 2010
Zusatzbeiträge und Leistungskürzungen. Deshalb benötigt die GKV neben
dem geplanten Steuerzuschuss weitere finanzielle Hilfen. Angemessene
Pauschalbeiträge für Alg II-Bezieher/-innen könnten das Defizit
ausgleichen. Die Bundesagentur für Arbeit benötigt eine dauerhafte
Stabilisierung ihrer Finanzbasis. Ein einmaliger Steuerzuschuss reicht
hierfür nicht aus.
- Top 19 c): Antrag „Finanztransaktionssteuer international vorantreiben und national einführen“ Drs. 17/…
- Top 20: Antrag „Vermögensteuer als Millionärsteuer wieder erheben“ Drs. 17/453
Die Ungleichheit der Vermögensverteilung nimmt in Deutschland immer
weiter zu. Sie ist eine der wesentlichen Ursachen für die Finanz- und
Wirtschaftskrise. DIE LINKE fordert daher die Wiedereinführung der
Vermögensteuer in Form der Millionärsteuer. Nur so wird gewährleistet,
dass auch Vermögensmillionäre endlich wieder einen ihrer
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechenden Steuerbeitrag
leisten.
- Top 21 c): Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 3 Absatz 3) Drs. 17/472
Lesben, Schwule, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle sollen
vor Diskriminierungen dauerhaft geschützt werden. Alle
Oppositionsparteien bekennen sich zur Gleichstellung. Wir, wie auch DIE
GRÜNEN sowie die SPD, übernehmen damit einen gleichlautenden
Gesetzesentwurf der Länder Berlin, Bremen und Hamburg, den diese in den
Bundesrat einbrachten.