MdB Ulrich Maurer , Pressemitteilung
„Müntefering ist der deutsche Postdemokrat in Reinkultur, die
SPD ist zur klassisch postdemokratischen Partei verkommen“, kommentiert
Ulrich Maurer Agenturmeldungen, nach denen Franz Müntefering Oskar
Lafontaine die Schuld am Wahldebakel der SPD gibt. „Münteferings
Schuldzuweisungen zeigen die ganze Kleingeistigkeit und das
strategische Unvermögen der SPD-Spitze der letzten Jahre.“ Der
stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter: "Müntefering denkt autoritär, große Männer machten
die Geschichte. Das ist sein Credo und sein Trauma zugleich. Er bekommt
nicht mehr mit, was in der Welt läuft. Soziologen sprechen von
‚Postdemokratie’, wenn sich die Tendenz, Politik aus ‚Küchenkabinetten’
von Spitzenpolitikern und ‚Expertenkommissionen’ über Bild, BamS und
Glotze zu vermitteln und an legitimierten Gremien in Parlament und
Parteien vorbei zu entscheiden, verstärkt.
Franz Müntefering hat mit seiner erpresserischen Basta-Kultur und der
Transformation von politischer Debatte in das Abnicken von Postulaten
der Kungelrunden nicht unwesentlich zur Durchsetzung der Agenda 2010
und zum Niedergang des gesamten Parteilebens beigetragen.
Die SPD muss sich auf dem Parteitag entscheiden und sich von der
Schröderschen Basta-Riege verabschieden. Sie hat nur dann eine
Überlebenschance, wenn sie die innerparteiliche Demokratie zu neuem
Leben erweckt und auf dieser Basis die Unterwerfung unter
Lohndumpingpolitik und vermeintliche Globalisierungszwänge überwindet.
Die Partei DIE LINKE und so auch Oskar Lafontaine haben den Kampf gegen
Postdemokratie, Basta-Kultur und Neoliberalismus auf ihre Fahnen
geschrieben."