MdB Ulla Lötzer, DIE LINKE. im Bundestag, Pressemitteilung
Ulla Lötzer, DIE LINKE.
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„Augen zu und durch scheint das Motto der Regierungschefs der
G20 zu sein. Ein bisschen Transparenz, ein bisschen Aufsicht reicht
aber nicht, um die Krise in den Griff zu bekommen und weitere Krisen zu
verhindern“, erklärt Ulla Lötzer und fordert: „Spekulative
Finanzgeschäfte müssen unterbunden, Hedge Fonds verboten und
Steueroasen geschlossen werden.“ Die Sprecherin für internationale
Wirtschaftspolitik und Globalisierung weiter:„Es ist
höchste Zeit für eine funktionsfähige und demokratische Regulierung der
Finanzmärkte unter dem Dach der UN, wie dies auch die UN-Kommission
unter Nobelpreisträger Stiglitz fordert. IWF und Weltbank müssen der UN
unterstellt werden. Gleichzeitig muss der Wirtschafts- und Sozialrat
der Vereinten Nationen (ECOSOC) die Rolle eines Koordinators der
internationalen Wirtschaftspolitik übernehmen.
Statt dem Freihandel wieder das Wort zu reden muss eine Abkehr von der
Exportorientierung eingeleitet werden. Gerade Deutschland, das
fatalerweise seine Wirtschaft extrem auf den Export ausgerichtet hat,
wird unter einem globalen Nachfrageeinbruch erheblich leiden. Da wird
es auch nicht ausreichen, als Trittbrettfahrer des
US-Konjunkturprogramms auf den Absatz deutscher Produkte mithilfe
amerikanischer Steuergelder zu setzen. Deshalb fordern wir die
Bundeskanzlerin auf, sofort die Bremserrolle gegenüber einem
internationalen Konjunkturprogramm aufzugeben.“