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Donnerstag, 29. Januar 2009
TOP 4:
Antrag "Sozialen Absturz von Erwerbslosen vermeiden – Vermögensfreigrenzen im SGB II anheben" Drs. 16/...
- Seit
den Hartz-Reformen droht Erwerbslosen der rapide und drastische soziale
Absturz. Vorraussetzung für den Hatz IV Leistungsbezug ist
Bedürftigkeit, also ist Verarmung die Vorbedingung für die soziale
Unterstützung. Die Einführung einer Vermögensfreibetragsgrenze von
20.000 Euro soll eine Zugangsbarriere zu sozialen Leistungen abbauen.
- TOP 9: Antrag "Für eine erleichterte Anerkennung von im Ausland erworbenen Schul-, Bildungs- und Berufsabschlüssen" Drs. 16/7109
Der
Antrag fordert ein bundesweit einheitliches, vereinfachtes System der
Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Das
Bundesinstitut für Berufsbildung soll in Zusammenarbeit mit allen
maßgeblichen Akteuren ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Das Bild,
wonach vor allem Defizite der MigrantInnen für deren hohe
Arbeitslosigkeit verantwortlich seien, soll zugleich etwas zurecht
gerückt werden.
- TOP 15: Antrag "V-Leute in der NPD abschalten" Drs. 16/9007
Die
gegenwärtige Debatte zu einem neuen NPD-Verbot soll auf eine seriöse
Grundlage gestellt werden, d.h., zunächst müssen die Anforderungen des
Verfassungsgerichts an ein solches Verbotsverfahren erfüllt sein. DIE
LINKE will eine ernsthafte Debatte über ein neues Verbotsverfahren
führen, deshalb fordern wir die Abschaltung der V-Leute in der NPD. Es
darf nicht sein, dass die Anwesenheit der V-Leute zu einem politischen
Bestandsschutz der NPD wird.
- TOP 19: Antrag "Keine Ausbeutung von Praktikantinnen und Praktikanten in Bundesministerien und dem Bundeskanzleramt" Drs. 16/11662
Um
Schein-Praktika auszuschließen und um für mehr Qualität und
Gerechtigkeit bei echten Praktika zu sorgen, muss die Bundesregierung
zuerst bei sich selbst aktiv werden. DIE LINKE fordert, allen
Praktikantinnen und Praktikanten in den Bundesministerien und dem
Bundeskanzleramt eine Praktikavergütung in Höhe von mindestens 300 Euro
monatlich zu zahlen, für eine qualifizierte Betreuung Sorge zu tragen
und allen ein Praktikumszeugnis auszustellen.
- TOP 20: Antrag "Gleichberechtigte Entschädigung von
Strahlenopfern in Ost und West schaffen - umfassendes
Radaropfer-Entschädigungsgesetz einführen" Drs. 16/8116
Zielsetzung
ist ein Gesetz, das die gleichberechtigte Entschädigung von
strahlengeschädigten NVA-Angehörigen, ihren Familien und
Hinterbliebenen und von Radartechnikern der Bundeswehr, die durch
Radarstrahlen gesundheitlich geschädigt wurden, ihren Familien und
Hinterbliebenen regelt. Wir fordern, die Diskriminierung und ungleiche
Behandlung ehemaliger NVA-Angehöriger zu beenden.
- TOP 28: Antrag "Gewerkschaften in der Türkei stärken" Drs. 16/11248
Der
Antrag kritisiert die gegenwärtigen Mängel im türkischen
Gewerkschaftsrecht und die gewerkschaftsfeindliche Haltung der
türkischen Regierung, die sich z.B. im brutalen Vorgehen der
Sicherheitskräfte gegen demonstrierende GewerkschafterInnen am 1. Mai
2008 zeigte. Gefordert wird u.a. die Angleichung des türkischen
Gewerkschaftsrechts an die Konventionen der Internationalen
Arbeitsorganisation (ILO).
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Freitag, 30. Januar 2009
- TOP 21 c): Antrag "Mit mehr Gerechtigkeit die Krise überwinden" Drs. 16/...
Millionen
Menschen sind von der Finanzkrise und der damit einhergehenden
Wirtschaftskrise betroffen. Ursache dafür ist eine Politik, die der
Mehrheit der Menschen schadet und nur wenigen nützt. Unsere Forderungen
zielen darauf, die Krise nicht nur sozial gerecht zu überwinden,
sondern die Bedingungen so zu verändern, dass künftig solche Krisen
vermeidbar sind.
- TOP 21 c): Antrag "Großbanken vergesellschaften" Drs. 16/...
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- TOP 22 c): Entschließungsantrag zur Beratung des Jahresabrüstungsberichts 2006 der Bundesregierung (Drucksache 16/5211) Drs. 16/7991
Der
Entschließungsantrag benennt die Defizite und falsche
Prioritätensetzung der Regierungspolitik im Bereich Abrüstung und
Rüstungskontrolle. DIE LINKE verlangt von der Bundesregierung eine
konsequente Abrüstungspolitik und schlägt hierfür geeignete Maßnahmen
vor.
- TOP 23 c): Antrag "Kommerzialisierungstendenzen im Schulwesen stoppen - Bildungsteilhabe für alle Kinder und Jugendlichen sichern" Drs. 16/5139
DIE
LINKE. fordert ein sozial gerechtes Schulsystem.
Kommerzialisierungstendenzen wirken in die entgegen gesetzte Richtung
und müssen gestoppt werden. Die Bundesregierung muss ihre
Einflussmöglichkeiten nutzen und darf die Verantwortung nicht nur an
die Länder abschieben.
- TOP 25: Entschließungsantrag zur Beratung des von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zum Schengener
Informationssystem der zweiten Generation (SIS-II-Gesetz) Drs. 16/...
Vor
dem Hintergrund der Pannen bei der Entwicklung und Inbetriebnahme des
Schengener Informationssystems der zweiten Generation erscheint es
sinnvoll, dieses Projekt der EU und der deutschen Regierung nicht
fortzuführen.
- TOP 26: Antrag "Angemessenheit der Leistungen für Unterkunft und Heizung im SGB II - Beschäftigung fördern statt Zwangsumzüge" Drs. 16/11683
Das
SGB II beschränkt die volle Übernahme der Wohnkosten auf in der Regel
sechs Monate. Anschließend drohen Aufforderungen zur Wohnkostensenkung
und Zwangsumzüge. Damit Erwerbslose sich auf die Suche nach einer
Beschäftigung konzentrieren können, ist die Frist auf ein Jahr
auszuweiten - so wie die in Berlin bereits bewährte Praxis war.