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Laut einer Studie der Gmünder Ersatzkasse (GEK) wird in Deutschland
fast jeder Zweite vor seinem Lebensende pflegebedürftig. Aktuell seien
zwar nur 2,6 Prozent der Bevölkerung pflegebedürftig, das allgemeine
Pflegerisiko liege aber bei gut 44 Prozent. Der Anteil der 2007
gestorbenen Versicherten der GEK, die in ihrem Todesjahr Leistungen der
Pflegeversicherung in Anspruch genommen haben, betrug laut des
aktuellen Pflegereports der GEK bei den Männern knapp 41 Prozent und
bei den Frauen 51 Prozent.
Frauen haben demnach zwar ein
höheres Pflegerisiko, aber bei Beginn der Pflegebedürftigkeit auch noch
eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer. Ist die Hälfte der
Männer bereits knapp 16 Monate danach verstorben, so liegt dieser Wert
bei Frauen bei gut 40 Monaten.
Ungebrochen ist dabei der Trend
zur stationären Pflege: So stieg der Anteil der Pflegebedürftigen in
Pflegeheimen von 1996 bis 2006 von 23 auf 30 Prozent. Zugleich sank der
Anteil der Pflegegeldempfänger, die keine professionelle Pflege in
Anspruch nehmen, von 61 auf 50 Prozent.
Während bei der
Vorsorgung in Pflegeheimen Zeichen für eine Überversorgung mit
Antidepressiva und Psychopharmaka gesehen werden, werden die Bewohner
allerdings meist seltener von Fachärzten untersucht als angemessen.