Oskar Lafontaine, Fraktion DIE LINKE., Pressemitteilung
"Die Führung der Deutschen Bahn AG hat der Renditejagd von
Finanzkapitalisten Tür und Tor geöffnet", kritisiert Oskar Lafontaine
den Aufsichtsratsbeschluss zur Teilprivatisierung der Bahn. "Jeder
Investor, der der Bahn Geld gibt, will nach kurzer Zeit mehr
heraushaben. Mit dem Beginn der Privatisierung werden die sozialen und
ökologischen Ziele bei der Entwicklung der Deutschen Bahn in Frage
gestellt. Das ist ein schwarzer Tag für Beschäftigte, Bahnkunden und
Umwelt." Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:"Nach
diesem Privatisierungsbeschluss besteht für DIE LINKE kein Zweifel
daran, dass es beim Verkauf von 24,9 Prozent des Personen- und
Güterverkehrs nicht bleiben wird. Vor dem Hintergrund der bisherigen
Erfahrungen ist es geradezu abenteuerlich, die Aufgaben der Bahn in der
öffentlichen Daseinsvorsorge den Interessen des Finanzkapitals zu
unterwerfen. Während Großbritannien und Neuseeland Bahn oder
Schienennetz zurückkaufen, weigert sich die Regierung Merkel, daraus
Konsequenzen zu ziehen. Dass die Gewerkschaften Transnet und GDBA für
das Linsengericht eines windelweich formulierten
Kündigungsschutzversprechens dem zugestimmt haben, ist ein Trauerspiel
gewerkschaftlicher Interessenvertretung."