Ulla Jelpke, MdB, Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
"Naziüberfälle auf Migranten, Linke oder Punks sind nur eine Seite der
Facette. Die andere Seite besteht aus Hetzkampagnen von
CDU/CSU-Politikern und Teilen der Presse gegen "Ausländergewalt".
Zuwanderer insbesondere aus islamischen Ländern werden von
Regierungspolitikern pauschal unter Terrorismusverdacht gestellt. Das
im vergangenen Jahr in Kraft getretene Zuwanderungsgesetz dient vor
allem der Flüchtlingsabwehr und ist in Gesetzesform gegossener
Stammtischpopulismus.
Durch Wahlkämpfe und Medienkampagnen auf dem Rücken von Migranten
werden Rechtsextreme zu ihren Übergriffen ermutigt. Neonazis können
sich als Vollstrecker eines scheinbaren Volkswillens sehen.
Daher gilt es, dem Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft genauso
entgegenzutreten wie den Neonazis der NPD – nicht nur in einer
Aktionswoche gegen Rassismus, sondern auch dann, wenn dumpfer Rassismus
im Parlamenten salonfähig gemacht wird."
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